Allgemeines zum Sport Inlinehockey
Stacks Image 6399
Inline-Hockey ist eine junge, dynamische Sportart, deren Möglichkeiten hierzulande noch lange nicht ausgeschöpft sind. So braucht man nur mal einen Blick nach Übersee zu werfen, wo Inlinehockey bereits für beachtliche Zuschaueraufmärsche sorgt, um sich das auch in der Schweiz vorhandene Potenzial dieses Sports auszumalen. In den Staaten hat sich Inlinehockey zu einem vom Eishockey völlig unabhängigen Sport entwickelt, der sich geschickt zu vermarkten weiss.
Stacks Image 6402
Obwohl seit den eidgenössischen Anfängen vor gut acht Jahren so einiges verbessert wurde, stehen dem Inlinehockey noch viele nötige Veränderungen hin zum Besseren bevor. So steht der Sport – obwohl organisatorisch seit längerer Zeit vom SEHV (Schweizerischer Eishockeyverband) losgelöst – noch immer im Schatten des Eishockeys und wird oftmals als Sommertraining für Eishockeyspieler gesehen. Wer aber dem Sport ernsthaft bei seiner Weiterentwicklung helfen möchte, muss sich für die Eigenständigkeit des Inlinehockeys einsetzen. Dazu gehört auch den Inlinehockey-Sport als solches Publik zu machen. Zu viele Leute kennen schon kaum den Unterschied zwischen Unihockey und Inlinehockey, erwähnt man dann doch Street-, oder Rollhockey, so ist die Verwirrung in den meisten Fällen perfekt. Und das obwohl sich die Schweiz seit einigen Jahren zu den besten Inlinehockey-Nationen der Welt zählen darf, und 1999 gar den Weltmeistertitel im heimischen Thun/Wichtrach feiern durfte.
Stacks Image 6405
Doch woran liegt es, dass sich Inlinehockey in der Schweiz bisher nur begrenzt durchzusetzen vermochte? An Attraktivität für den Zuschauer fehlt es keineswegs. Im Gegenteil dürfte es für den Zuschauer der beim Eishockey Mühe hat allen Regeln zu folgen geradezu eine Wohltat sein, dass im Gegensatz zum Eishockey die blauen Linien fehlen und somit jegliches Offside sowie Icing wegfallen. Genau dieser Umstand ist es auch, der Inlinehockey taktisch vom Eishockey, wo die Blaue Linie eine immens wichtige Rolle spielt, abhebt. Dies wird verstärkt durch den Umstand von nur vier Feldspielern und die dadurch entstehenden räumlichen Freiheiten. Diese Regeltechnischen Differenzen machen eigentlich aus dem Inlinehockey einen eigenständigen Sport, der durchaus auch interessant sein kann für Zuschauer welche keinen grösseren Bezug haben zum Eishockey oder sonstigen Hockey-Sportarten. Doch was dem Sport fehlt ist die Publizität. Und zwar vor allem bei den älteren Semestern. Bei den Jungen wird Inlinehockey doch langsam ein Begriff, und die ganz jugen zelebrieren Streethockey mit grossem Enthousiasmus. Wenn man heutzutage durch die dörflichen Gegenden zieht, sieht man schon beinahe mehr Junge mit dem Ball am Stock, als mit dem Ball am Fuss. Allerdings bietet sich für diese Kinder nicht dieselbe Möglichkeit einem Inlinehockey-Club beizutreten wie zum Beispiel einem Fussballclub. Dies hat mehrere Gründe: zum einen sind die Beiträge für einen Inlinehockey-Club um einiges höher als für einen Fussballclub, zum anderen ist das Inlinehockey noch so wenig verbreitet, dass die jeweiligen Einzugsgebiete oft zu gross sind, als dass man diesen aufwand jedem jungen Spieler zumuten könnte.
Stacks Image 6408
Ein weiterer Grund für das harzige vorankommen der Etablierung des inlinehockeys sind die begrenzten Trainingsmöglichkeiten. Hier kommt wiedere die abhängigkeit vom Eishockey zum Vorschein, denn die Eishockeystadien werden im Sommer zu Inlinehockeystadien umfunktioniert. Ganzjahresstadien existieren leider nicht, ganz im Gegensatz zu den USA um wieder einmal den Vergleich aufzugreifen.
Stacks Image 6411
Zusammenfassend kann man wohl festhalten, dass es nicht oft genug betont werden kann, dass der Inlinehockeysport noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angekommen ist. Es ist und bleibt ein Sport, der bei den Jungen auf ein breites Interesse stösst. Allerdings müssen die richtigen Wege und Mittel gefunden werden den Inlinehockey-Sport, wie jeden anderen Sport auch, anständig vermarkten zu können.